Wir trauern - Wir trauern - Wir trauern



Unser Verein trauert zutiefst den Verlusst eines hervorragenden jungen Menschen und Medizinstunden durch einen tragischen Autounfall in Schweden.


Seyamend Haji geb. am 01.06.1984 in Hassaka-Syrien.






Wir bekunden unser aufrechtes Beileid den Eltern und den Angörigen.







--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Zur Information, zur Information, zur Information

Es findet erstmalig in Diyarbakir eine Ärztetagung unter "mezobotamische Gesundheitstage"
Die tagung findet vom 22-24. Oktober 2009 statt. jeder kurdischer Arzt ist eingladen. Ihr könnt auch medizinische Vorträge anmelden in folgenden Sprachen
Kurdisch, Türkisch oder Englisch

weitere Informationen unter:

(http://www.mezopotamyatipgunleri.org/).


--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Vor dem Innenministerium in Berlin beginnen die syrischen Kurden Hungerstreik
Berlin, 26.02.2009

Wegen der drohenden Gefahr kurdische Flüchlinge aus Deutschland nach Syrien abzuschieben, sind seit dem 23.02.2009 ein dutzend Kurdische Flüchtlinge in Hungerstreit getreten davor waren verschiedene Aktionen wie Mahnwachen Demonstrationen durchgeführt worden.
Es soll dadurch die Zusammenarbeit mit dem syrischen Rechtslosen und Folterstaat in der deutschen Öffentlichkeit bekannt gemacht werden und die Aufmercksammkeit der Menchen geweckt werden.

Die Abschiebung der Flüchlinge beruht auf ein Abkommen, dass Deutschland im jJli 2008 mit Syrien abgeschloßen hat. Es sind ca 7000 Flüchlingedie bedroht sind abgeschoben zu werden. Viele von Ihnen sind in Syrien Staatenlos.


Dieser Hungerstreik wird vom Verein der syrischen Kurden in Berlin-Brandenburg organisiert und wird medizinsch von unserem Verein durch die Berliner Mitglieder betreut.


-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


wir wollen gemeinsam mit Ihnen den Frühling begrü§en.

Am 21. März beginnt mit dem Frühling auch das kurdische neue Jahr, NEWROZ. Aus diesem Anlass gibt die Vereinigung kurdischer Ärzte in Deutschland mit Unterstützung des Bezirksamtes Charlottenburg - Wilmersdorf schon seit einigen Jahren im Rathhaus Charlottenburg einen Neujahrsempfang. Eingladen werden auch Persönlichkeiten aus ÄRZTESCHAFT, POLITIK und WIRTSCHAFT.

Unser diesjähriger Empfang wird am 27.März stattfinden und gegen 19 Uhr beginnen. i

Wo im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, in 10585 Berlin
Im Festssal 3. Stock

ACHTUNG: Nur Angemeldete und Eingeladene werden eingelassen


Mit freundlichen Grüßen



Dr. Rassoul Faki

Vorsitzender der Vereinigung kurdischer Ärzte



Vereinigung kurdischer Ärzte in Deutschland e. V. registriert beim Amtsgericht Heidelberg unter VR 2023, Steuernum051/140/06868 Geschäftsstelle: Dr. Rassoul Faki, Rudolf-Breitscheid-Str. 74, 14612 Falkensee, Tel.: 03322/3958; Fax: 03322/ 214171 Vereinskonto: 810026996, Berliner Sparkasse BLZ 100 500 00, E-Mail: inf0@kurdische-aerzte.de

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hilfe für Kurdistan Falkensee, den 11. November 2008

Sehr geehrte Damen und Herren,
geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Wir, die Vereinigung kurdischer Ärzte in Deutschland, sind ein Zusammenschluß von in Deutschland lebenden Ärztinnen und Ärzten sowie Personen aus anderen medizinischen Berufen, welche aus Kurdistan stammen und die Bevölkerung in Kurdengebieten medizinisch und humanitär unterstützen.
Unser Verein verfolgt gemäß Satzung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des §§ 51 der Abgabenordnung.

Unser neustes Projekt ist die Gründung von Krankenanlaufstellen nach der Art kleiner MGZ, in den Armenvierteln einiger Städte Kurdistans, wo viele vertriebene Familien und sozial schwache Menschen leben. Um dieses Vorhaben zu realisieren, benötigen wir medizinische Mittel – und Ihre Unterstützung.

Eine Auflistung der dringend benötigten Mittel würde den Rahmen dieses Schreibens sprengen. Es mangelt einfach an allem, was eine solche Einrichtung als Grundausstattung benötigt: sterile Handschuhe, kleine Geräte für Diagnostik und Therapie für die ambulante Versorgung; akute Labordiagnostik, Sterilisationsgeräte, Notfallkoffer, EKG, RR, BZ-Messgeräte, diagnostische Geräte für die HNO, Augenkeilkunde sowie Urologie und vieles mehr.

Außerdem benötigen wir vor allem folgende Arzneimittelgruppen: Antibiotika/Antiinvektiva, Magen-Darm-Mittel, Analgetika/Antirheumatika, Antidiabetika, Antiseptika, Ophthalmika, Otologika, Spasmolytika und Urologika. Darüber hinaus fehlt es an Verbandsmaterial und Hilfsmittel wie orthopädischen Bandagen, Orthesen, Prothesen (vorwiegend zur Versorgung der oberen und unteren Gliedmassen, gern auch gebrauchte).

Unser Anliegen ist es, Menschen, denen medizinische Versorgung nicht zugänglich ist, zu helfen. Wenn Sie uns dabei mit den aufgeführten Medikamenten und Hilfsmitteln unterstützen würden, wären wir sehr dankbar. Die Hilfen/Spenden werden direkt zu den Hilfsbedürftigen aller Volks- und Religionsgruppen, die in den kurdischen Gebieten der Türkei, Irans, Iraks und Syriens leben, befördert. Auf Wunsch kann selbstverständlich eine Rückmeldung über den Verbleib Ihrer Spende erfolgen. Außerdem sind wir berechtigt, Spendenbescheinigung auszustellen.

Lieferadresse: RANKE APOTHEKE
JOACHIMSTALER STRASSE 24
10719 BERLIN

Wir bitten Sie, zu helfen, wenn Sie können. Für weitere Informationen und Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Dr. Rassoul Faki

Vorsitzender



-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------





Falkensee, 16.06.2008





Protokoll der wissenschaftlichen Tagung und der Mitgliederversammlung anlässlich des
30-jährigen Bestehens der Vereinigung kurdischer Ärzte in Deutschland e.V.

Am 24. und 25.05.2008, im Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin



13:00 - Eintreffen der Gäste und Mitglieder, Registration der Teilnehmer. Insgesamt wurden 31 Mitglieder und kurdische Ärzte sowie 8 Gäste registriert. Die Mitglieder wurden gebeten, ihre Beiträge in Höhe von 150 Euro (arbeitslose Ärzte und Stundenten 60 Euro) und die Tagungsgebührvon 50 bzw. 10 Euro beim Kassenwart zu bezahlen.



13:45 - Eröffnung der Tagung und Begrüßung Dr.Dr.med Rassoul Faki

- Gedenkminute für die Opfer von Kriegen und des kurdischen Volkes

Wissenschaftlicher Teil

14.00 Vortrag: Prävention des Herzinfarktrisikos Dr. Dr. med. Rassoul Faki

14:30 Vortrag: Minimalinvasive Wirbelsäulen-Chirurgie „Kyphoplasie“ Dr. Bassam Abdullah, Helios-Klinikum Bad Saarow

15:15 Pause

15:30 Vortrag: Das metabolische Syndrom Dr. med. Hickmet Agha
anschließend Diskussion

16:15 Vortrag: Schmerztherapie in der TCM bei Beschwerden der LWS. Eigene Erfahrungen Dr. Dr. med. Rassoul Faki
anschließend Diskussion

16:45 Pause

17:00 Vortrag: Kasuistiken über den aktuellen Stand der Bildgebenden Diagnostik in der Gastroenterologie Dr. med. Omar Simo
anschließend Diskussion, Ende gegen 18:30

19.30 Abendveranstaltung / Büfett und kurdische Musik bis 22:00

25.05.2008 10:00-12:00 Mitgliederversammlung

Anwesend waren 30 Mitglieder und Ärzte sowie 4 Gäste. Der Vorstand war bis auf Frau Dr. Tavga Hassan anwesend. Mehrere Mitglieder und kurdische Ärzte hatten ihre Abwesenheit aus beruflichen und persönlichen Gründen beim Vorstand entschuldigt und wünschten viel Erfolg der
Tagung

Grußworte: Frau Monika Thiemen, Bürgermeisterin Charlottenburg-Wilmersdorf
Dr. Ahmad Berwari, Repräsentant der PUK in Deutschland
Irakische Menschenrechtsorganisation in Deutschland

Jahresrückblick und Bericht des Vorstandes Dr. Dr. med. Rassoul Faki

Vorab wurde der Tätigkeitsbericht seit der letzten Tagung an die Anwesenden verteilt. Die wichtigsten Aktivitäten wurden erläutert.

Dr. Faki sprach im Namen des Vorstandes seinen Dank an die Gäste und die zahlreich erschienenen Ärzte aus. Der besondere Dank galt den vielen neuen jungen Kollegen, die an der Tagung erstmals teilnahmen. Dies sei der intensiven Arbeit des Vorstandes und vor allem den Kollegen zu verdanken, die dem Vorstand neue Adressen vermittelt haben.

Leider konnten einige Beschlüsse der Vorjahrestagung mangels der Unterstützung der Mitglieder nicht realisiert werden, so zum Beispiel die Organisation der Tagung in Kurdistan. Dr. Faki appellierte nochmals an das Engagement der Vereinsmitglieder: „ … Die soziale, politische und gesundheitliche Situation der Menschen in unserer Heimat hat sich nicht wesentlich verändert. Wir als Ärztevereinigung können aus bekannten Gründen nur begrenzt helfen. Unsere finanziellen Möglichkeiten sind ausgeschöpft und wir können nur weitere Aktivitäten realisieren, wenn wir Mittel durch Spenden und durch mehr Einsatz der Mitglieder erhalten, um unseren satzungemäßen Aufgaben nachzukommen. Umso wichtiger ist es, dass die Mitglieder sich noch mehr für den Verein einsetzen und auch finanzielle Unterstützung leisten.

Empfehlungen und Beschlüsse:

Erneut wurden die Mitglieder daran erinnert, Vorschläge zur Änderung der Satzung, zum Beispiel bezogen auf die Paragraphen zu Mitgliedschaft und Präsidiumsaufgaben, frühzeitig dem Vorstand zu unterbreiten.

Erweiterung der bereits bestehenden Webseite in den Sprachen Kurdisch, Türkisch und Arabisch

Drei neue Kollegen haben ihre Mitgliedschaftsformulare beim Vorstand eingereicht. Weitere Kollegen haben sich bereit erklärt, Beitrittsformulare per Post nachzureichen.





Wir bitten die Mitglieder, die An der Tagung nicht teilnehmen konnten ihre offenen Beiträge auf das unten geführte Vereinskonto zu entrichten. Einige Kollegen haben sogar seit über 2 Jahren ihre Beiträge nicht entrichtet.



Mit freundlichen Grüßen

Dr. Rassoul Faki
Vorsitzender









TÄTIGKEITSBERICHT 2007/2008



Falkensee, 20.05.2008



Sehr geehrte Damen und Herren

Im Folgenden informieren wir Sie über die Tätigkeiten des Vorstandes der Vereinigung kurdischer Ärzte in Deutschland e.V. im Vereinsjahr 2007/2008:



Amtliches/Administration

- Seit der letzten Tagung haben 3 Vorstandstreffen stattgefunden, am 20.05.2007, 31.08.2007 sowie am 23.02.2008. Für den 23.05.2008 ist eine Vorstandssitzung einberufen.

- Registrierung des neugewählten Vorstandes beim Amtsgericht Heidelberg am 28.06.2007

- Aufschaltung und Pflege der Vereins-Webseite www.kurdischeaerzte.de

- ständige Kontaktpflege mit neuen Medizinern in Deutschland und Aktualisierung der Vereinsadressen



Zusammenarbeit mit anderen Organisationen

- Organisation eines Treffens am 07.09.2007 mit kurdischen Organisationen in Berlin, um eine intensivere Zusammenarbeit auf dem Gebiet der humanitären Hilfe anzubieten sowie die Bereitschaft des Vereins zu signalisieren, Ernährungskurse für kurdische Frauen anzubieten

- Organisation eines Treffens kurdischer Ärzte in Bonn am 20.10.2007 mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zu intensivieren. An diesem Treffen haben 17 Kollegen teilgenommen.

- Organisation einer Vereinsfeier anlässlich des kurdischen Neujahrfestes NEWOROZ im Festsaal des Rathhauses Charlottenburg-Wilmersdorf, an der 130 Gäste aus Medizin, Wirtschaft und Politik teilgenommen haben

- Teilnahme am Sommerfest der FDP-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses



Kontaktpflege im Verein

- Organisation zweier Treffen mit Berliner Kollegen am 07.09.2007 und am 23.04.2008

- mehrfacher telefonischer Kontakt mit einigen Mitgliedern mit dem Zweck der Verbesserung der Zusammenarbeit

- mehrfache Anschreiben an die Mitglieder mit dem Zweck, Satzungsänderungsvorschläge zu diskutieren und die Organisation einer Tagung in der Hauptstadt der kurdischen Regionalregierung Erbil im Irak in Angriff zu nehmen



Humanitäres Engagement

- Unterstützung Schwerkranker aus Kurdistan, zum Beispiel durch die Weiterleitung von Krankenunterlagen an kompetente Kollegen zur Begutachtung, durch Hilfestellung bei der Therapie in der Heimat und bei der Prüfung der Möglichkeit einer Behandlung in Deutschland

- regelmässige (ein- bis zweimal monatlich) Versendung von Medikamenten sowie kleiner medizinischer Geräte (Blutzuckermessgeräte, Inhalationsgeräte, sowie diverse chirurgische Instrumente) nach Kurdistan



Beratung und Begutachtung

- Anfertigung eines Gutachtens über die medizinische Versorgung im kurdischen Gebieten in Syrien für die Rechtsanwalts-Kanzlei Jochen Pitt, Am Markt 8, 31224 Peine, am 10.06.2007

- fortwährende und vielfache Beratung von Medizinern und angehende Studenten aus der Heimat und Deutschland zu Fragen des Studiums und der Fort- und Weiterbildung in der Bundesrepublik Deutschland







Dr. Rassoul Faki





Vorsitzender








TÄTIGKEITSBERICHT 2007/2008



Falkensee, 20.05.2008



Sehr geehrte Damen und Herren

Im Folgenden informieren wir Sie über die Tätigkeiten des Vorstandes der Vereinigung kurdischer Ärzte in Deutschland e.V. im Vereinsjahr 2007/2008:



Amtliches/Administration

- Seit der letzten Tagung haben 3 Vorstandstreffen stattgefunden, am 20.05.2007, 31.08.2007 sowie am 23.02.2008. Für den 23.05.2008 ist eine Vorstandssitzung einberufen.

- Registrierung des neugewählten Vorstandes beim Amtsgericht Heidelberg am 28.06.2007

- Aufschaltung und Pflege der Vereins-Webseite www.kurdischeaerzte.de

- ständige Kontaktpflege mit neuen Medizinern in Deutschland und Aktualisierung der Vereinsadressen



Zusammenarbeit mit anderen Organisationen

- Organisation eines Treffens am 07.09.2007 mit kurdischen Organisationen in Berlin, um eine intensivere Zusammenarbeit auf dem Gebiet der humanitären Hilfe anzubieten sowie die Bereitschaft des Vereins zu signalisieren, Ernährungskurse für kurdische Frauen anzubieten

- Organisation eines Treffens kurdischer Ärzte in Bonn am 20.10.2007 mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zu intensivieren. An diesem Treffen haben 17 Kollegen teilgenommen.

- Organisation einer Vereinsfeier anlässlich des kurdischen Neujahrfestes NEWOROZ im Festsaal des Rathhauses Charlottenburg-Wilmersdorf, an der 130 Gäste aus Medizin, Wirtschaft und Politik teilgenommen haben

- Teilnahme am Sommerfest der FDP-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses



Kontaktpflege im Verein

- Organisation zweier Treffen mit Berliner Kollegen am 07.09.2007 und am 23.04.2008

- mehrfacher telefonischer Kontakt mit einigen Mitgliedern mit dem Zweck der Verbesserung der Zusammenarbeit

- mehrfache Anschreiben an die Mitglieder mit dem Zweck, Satzungsänderungsvorschläge zu diskutieren und die Organisation einer Tagung in der Hauptstadt der kurdischen Regionalregierung Erbil im Irak in Angriff zu nehmen



Humanitäres Engagement

- Unterstützung Schwerkranker aus Kurdistan, zum Beispiel durch die Weiterleitung von Krankenunterlagen an kompetente Kollegen zur Begutachtung, durch Hilfestellung bei der Therapie in der Heimat und bei der Prüfung der Möglichkeit einer Behandlung in Deutschland

- regelmässige (ein- bis zweimal monatlich) Versendung von Medikamenten sowie kleiner medizinischer Geräte (Blutzuckermessgeräte, Inhalationsgeräte, sowie diverse chirurgische Instrumente) nach Kurdistan



Beratung und Begutachtung

- Anfertigung eines Gutachtens über die medizinische Versorgung im kurdischen Gebieten in Syrien für die Rechtsanwalts-Kanzlei Jochen Pitt, Am Markt 8, 31224 Peine, am 10.06.2007

- fortwährende und vielfache Beratung von Medizinern und angehende Studenten aus der Heimat und Deutschland zu Fragen des Studiums und der Fort- und Weiterbildung in der Bundesrepublik Deutschland







Dr. Rassoul Faki





Vorsitzender













































Vereinigung kurdischer Ärzte in Deutschland e.V. Registriert beim Amtsgericht Heidelberg unter VR. 2023, Steuernummer 051/140/066868
Geschäftsstelle: Dr.Dr. Rassoul Faki, Rudolf Breitscheid Str. 74, 14612 Falkensee, Tel. 03322/3958, Fax. 03322/ 214171
Vereinskonto 810026996, Beliner Sparkasse BLZ 100 500 100
www.kurdische-ärzte.de;E-Mail: info@kurdische-aerzte.de


Die Rede des Vereins auf der Newroz - Feier und des kurdischen Neujahresempfang unseres Vereines in Belin am 02.04.2008
im Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf

Sehr geehrte Damen, meine Herren, werte Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde

Ich freue mich, Sie alle hier begrüßen zu dürfen und bedanke mich im Namen der „Vereinigung kurdischer Ärzte in Deutschland“ sehr für Ihre Anwesenheit.

Besonders möchte ich mich bei der Hausherrin, Bürgermeisterin Frau Monika Thiemen, und der Migrantenbeauftragten des Hauses, Frau Azize Tank, für das erneute zur Verfügung stellen dieser schönen Räumlichkeiten und die gute Zusammenarbeit bedanken.

Meine Damen und Herren,
Die Kurden sind neben Arabern, Persern und Armeniern eines der ältesten Völker der Region des Nahen und Mittleren Ostens. Das von ihnen besiedelte Land wird Kurdistan genannt und ist mit 500.000 qkm so groß wie Frankreich. Mit anderen Worten bilden Kurden in ihrem Land keine Minderheit, sondern die Mehrheit. Die Kurdenfrage ist nicht ein Minderheitenproblem dieses oder jenes Landes, sondern die Frage eines geteilten Landes, einer geteilten Nation. Doch wie alle anderen Nationen haben auch die Kurden das Recht auf Selbstbestimmung.

Der größte der Teile Kurdistans liegt im Norden innerhalb der Staatsgrenzen der Türkei. In den "östlichen und nordöstlichen Regionen befinden sich über zwanzig kurdische Provinzen. Andere Teile sind Ost-Kurdistan (innerhalb der Grenzen Irans), Süd-Kurdistan (innerhalb der Grenzen Iraks) und kurdische Gebiete innerhalb der Grenzen Syriens: Süd-Westkurdistan.
In allen diesen Teilen stellen Kurden 80-90 % der Einwohner. Darüber hinaus lebt ein beträchtlicher Teil von Kurden seit langem oder aufgrund der Emigrations- und. Fluchtbewegungen der letzten Zeit in anderen Regionen der betreffenden Länder. Zieht man auch diese in Betracht, so leben innerhalb der Staatsgrenzen der Türkei 18-20 Millionen, des Iran 8-10 Millionen, des Irak 6 Millionen und Syriens 3 Millionen Kurden. Das sind selbstverständlich geschätzte Zahlen, da es keine offiziellen Daten gibt.

Liebe Zuhörer,
Es ist traurig, an dieser Stelle wie jedes Jahr auf die massiven Menschenrechtsverletzungen gegenüber Kurden vor allem durch die Machthaber in der Türkei, Iran und Syrien hinweisen zu müssen, obwohl die Kurden Demokratie und Gleichberechtigung in ihrer Heimat anstreben und ihre Proteste Ausdruck des Widerstands gegen die Politik der systematischen Unterdrückung sind.

Andererseits gibt die Entwicklung in Irakisch-Kurdistan Anlass zu Hoffnung. Die Sicherheitslage ist stabil. Dennoch hört man in den letzten Monaten in der Region vermehrt die Angst, dass die Kurden ihre staatliche Unabhängigkeit fordern würden. Die Entwicklungen im Irak zeigen jedoch im Gegenteil, dass die Kurden dort mit aller ihnen zustehenden Macht versuchen, zwischen den verschiedenen Volksgruppen zu schlichten um dadurch die Einheit des Iraks zu wahren.

In der Türkei, die sich um Beitrittsverhandlungen mit der EU bemüht, wurden in den letzten Jahren vor allem rechtliche Fortschritte erzielt. Die Lage der Menschenrechte in der Türkei bleibt trotz dieser Verbesserungen in der Praxis zutiefst problematisch. Letzthin wurden auch einige kulturelle und wirtschaftliche Vorhaben der türkischen Regierung im Kurdengebiet in Aussicht gestellt. Diese halbherzige Politik ist aber nach einem Jahrhundert des Kampfes der Kurden gegen Unterdrückung und massiven Verbrechen gegen der Menschlichkeit nicht ausreichend.

Warum ist in Südostanatolien Kurdisch nicht als zweite Amtssprache zugelassen? Warum gibt es beim staatlichen Rundfunk noch immer kein komplettes Radio- oder Fernsehprogramm in Kurdisch? Warum sind die Straßenschilder nicht zweisprachig - wie in der sorbischen Oberlausitz? All diesen Fragen traut man sich in der Türkei kaum anzurühren, weil dann alte Weltbilder zusammenbrechen könnten.

Erstaunlich ist übrigens, dass pensionierte hohe türkische Militärs mehrfach darauf hingewiesen haben, dass die harte Kurdenpolitik der vergangenen Jahrzehnte ein Fehler gewesen sei. So plädierte der General des Putsches von 1980, Kenan Evren, dafür, die Türkei zu einem föderalistischen Staat zu machen. Ob solch eine Idee am Bosporus eine Zukunft hat, ist fraglich.

Die Erfahrung der vergangenen Jahrzehnte zeigt: mit militärischen Mitteln ist der Kurdenkonflikt nicht zu lösen. Seine Wurzeln liegen in der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Vernachlässigung der Kurdenprovinzen, in den feudalen Strukturen und in der Zwangsassimilierung, der die Kurden seit Gründung der türkischen Republik unterworfen werden. Solange sich daran nichts ändert, wird auch die PKK immer wieder Nachwuchs finden. Auch wenn es gilt, hart gegen PKK Kämpfer vorzugehen, dürften weitere Militärschläge dem Image der Türkei auf Dauer eher schaden.



Im Unterschied zum Irak und auch zur Türkei hat sich die Menschenrechtslage der Kurden in Syrien und im Iran weiter massiv verschlechtert.

Die Kurden in Syrien sind immer noch Menschen zweiter Klasse. Verhaftungen von Regimekritikern und friedlich Demonstrierenden sind an der Tagesordnung. Oppositionelle, vor allem Kurden, werden in Syrien wieder verstärkt gefoltert, misshandelt und ermordet. Sie werden im eigenen Land als „Fremde“ bezeichnet. Ihnen werden alle zivilen und politischen Rechte aberkannt. In Syrien leben heute ca. 350.000 „staatenlose“ Kurden.

Auch in diesem Jahr wiederholen sich die seit Jahrzehnten bekannten, bedrückenden Schlagzeilen aus Kurdistan. Wieder wurde gegen die bei friedlichen Newrozfeiern feiernden Massen in den kurdischen Städten in der Türkei ( Dyarbakir, Van, Hakkari) und Syrien in Qamishli mit Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken vorgegangen. Die Sicherheitsskräfte gingen sogar mit scharfen Schüssen gegen die Menschen vor. Nach letzten Angaben wurden mindestens 8 zum größten Teil junge Menschen erschossen, weil Sie Kerzen als Zeichen des Friedens und der Freiheit anzündeten. Darüber hinaus gab es 100 zum Teil schwer Verletzte. Wir begrüßen sehr, dass die USA eine unabhängige Untersuchung dieses Vorfalls einleiten will. Zuvor hatte die kurdische Regionalregierung gegen diese wiederholten Vorfälle protestiert und ebenfalls die Untersuchung des Vorfalls gefordert.

Auch wir protestieren massiv gegen solche unmenschliche Taten und appellieren an die Welt und die deutschen Öffentlichkeit nicht zu schweigen und endlich geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen. Unser Appell richtet sich vor allem an die europäische Union und an die deutsche Regierung. Mit der Forderung und der Bitte endlich geeignete Maßnahmen gegen diese Menschenrechstverletzungen Regierungen zu unternehmen.

Aus dem iranischen Teil-Kurdistan haben wir leider keine näheren Angaben. Allerdings ist von schweren Bombenangriffen durch die Islamische Armee in den Grenzregion der kurdischen Regionalregierung im Irak zu hören. Ausserdem sind, wie wir erfahren haben, Hinrichtungen in Kurdistan vermeintlicher Oppositioneller vor allem Kurden an der Tagungsordnung. Die meisten Todesurteile in Iran und Kurdistan wurden und werden durch Erhängen oder Erschießen vollstreckt. Das Regime macht sogar vor Steinigungen. Kreuzigungen, Verstümmelungen , Amputationen und Auspeitschungen, nicht halt.

Die kurdische Frage ist spätestes seit der Befreiung des Iraks von einem Identitätsproblem zu einer politischen Frage geworden. Die Weltpolitik wird ihren Blick auf die kurdische Frage neu ausrichten müssen. Selbst die 4 Staaten, in die die Heimat der Kurden geteilt ist, werden auf die Internationalen Bedingungen reagieren müssen, ihren Widerstand aufgeben und zu Veränderungen gezwungen sein.

Hier kommt auf die kurdische Diaspora eine wichtige Rolle zu. Vor allem in Deutschland, wo mindestens 700.000 Kurden leben und über die Hälfte bereits deutsche Staatsangehörige sind.

Diese Tatsache wird durch die deutschen Volksparteien leider nicht ausreichend berücksichtigt, diese nicht unerhebliche Volksgruppe nicht als Kurden anerkannt und nicht als angehörige dieser oder andere Nation in die ihr Land geteilt ist.

Doch, liebe Gäste, wir sind hier nicht zusammengekommen, um zu klagen; wir sind hier, den kurdischen Neujahrstag zu feiern. Und so – wie wir den Start ins neue Jahr als Neuanfang, als Aufbruch in eine gute Zukunft verstehen – möchte ich dazu anregen, guten Mutes zu sein, dass die jüngsten politischen Veränderungen eine Chance zum Aufbruch in eine friedliche Ära im Nahen Osten sind, in der Kurden, Türken, Perser, Araber und Juden und andere Völker sich wie selbstverständlich als Freunde verstehen können.

Lassen Sie uns dieses Fest, anlässlich des Beginns des neuen Jahres, als Symbol für einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen den Menschen im Nahen Osten sehen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen liebe Gäste alles Gute im neuen Jahr und vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.



Für den Vorstand

Dr. Rassoul Faki